2010 feierte der Theologe, Philosoph und Mystiker Meister Eckhart seinen 750. Geburtstag. Zeit, sich auch auf dem Theater mit ihm auseinanderzusetzen. In dem Monolog stellt sich Eckhart im Rückblick auf sein Leben die Frage, ob er moralisch immer richtig gehandelt oder Menschen für seine Karriere benutzt und eingesetzt hat. Unter dem Druck einer Anklage aus den eigenen Reihen probt Eckhart seine Verteidigungsrede, um sich vor Papst Johannes XXII. gegen den Vorwurf der Ketzerei zur Wehr zu setzen. Dabei erinnert er sich auch an seine Beziehung zu der Begine Margarete Porete. Hätte er ihren Tod auf dem Scheiterhaufen verhindern können? Als Mönch dem Zölibat verpflichtet, durfte er ihre Zuneigung nicht ertragen. Jetzt plagen ihn Gewissensbisse, Zweifel und Fragen.

"Meister Eckhart - Ich und Gott ist Eins!" ist ein aktuelles und hochspannendes Stück Theater. Es widmet sich einem Menschen, dessen Denken seinerzeit als fortschrittlich und revolutionär galt und offenbart uns heute seine atemberaubend aktuellen Sinnfragen. Eckhart zuhören und ihn beobachten, führt uns mitten hinein in eine Gegenwart, die wir kennen, in die Beschaffenheit und Existenz unserer Gesellschaft, wirft Fragen auf, die teils verstören und uns doch auf der Seele brennen, lädt ein zum Nachdenken über bleibende Werte und die Urgründe menschlichen Seins und trägt vielleicht sogar dazu bei, uns mit der Welt zu versöhnen und uns selbst wieder ein Stück näher zu bringen.

„Meister Eckhart – Ich und Gott ist Eins!“ ist das erste Theaterstück über den großen Theologen, Philosophen und Mystiker des späten Mittelalters. Es zeigt, wie weitreichend Meister Eckharts Denken ist und lässt den Zuschauer – ohne moralisch zu werden – schlicht daran teilhaben.